Tradingmethoden

Gibt es eine Methodik beim Traden ?
Ja, mehrere.
Welche kennst du ?

1) Der Zock
wie funktioniert es ?
Man glaubt aufgrund von irgendwelchen Informationen ( Börsenbrief, Forenbeiträge, Analysen ) daran, daß eine Aktie jetzt/demnächst steigt und viel Potenzial hat.

Quelle: the motley fool

Kann funktionieren. Schön ist, daß – je mehr Leute an der Börse an das gleiche glauben – dies umso wahrscheinlicher eintritt. Gilt ebenfalls für Geheimtipps aus dem privaten Umfeld ( „… ich bin jetzt short in Gold, weil das in dem letzten Monat um 30% gestiegen ist, das ist eigentlich zu viel ..“)

2) Der Trendkanal
wie funktioniert es ?
Man guckt sich nen Chart an, „analysiert“ diesen = verbindet irgendwelche signifikanten Hoch- bzw. Tiefpunkte, woraus sich ein Trendkanal ergibt. Man geht davon aus, daß der Kursverlauf in der nächsten Zeit innerhalb dieses Kanals bleibt bzw. daß mit Verlassen des Kanals der Trend, welcher im Kanal sichtbar ist, gebrochen ist/sich wendet.

Quelle: yahoo finance
Quelle: incesting.com

Hier z.B. könnte man davon ausgehen, daß der Dax am oberen Kanalrand bei ca. 14.600 Punkten seinen aktuellen Anstieg beendet um dann auf den unteren Kanalrand zurückzulaufen. Schwierig ist hier, daß man solche Kanäle je nach Zeithorizont anders einzeichnen kann – und immer sieht es so aus, als würde es „passen“:

Quelle: investing.com

3) Die Martktechnik
wie funktioniert es ?
Es geht darum, „die Bewegung“ zu traden. Mit ‚Bewegung‘ ist hohes Handelsvolumen gemeint. Also einsteigen, wenn ein vorheriges Hoch über- oder ein vorheriges Tief unterschritten wurde – weil dort häufig richtig Bewegung in den Markt kommt. Mit der Annahme, daß bei Über- oder Unterschreiten von vorherigen Hochs/Tiefs der Markt ein weiterer Push in die vorherrschende Trendrichtung erzeugt wird.

An den o.g. Punkten 1, 2 und 3 sind nach Martktechnik Einstiegspunkte für long, weil hier ein Aufwärtstrend seine Bestätigung findet ( also das vorherige Hoch überschritten wurde ). Da es an der Börse ja nicht linear zugeht kommt nach einem neuen Hoch ein Tief. Solange dieses nicht niedriger als das vorangegangene ist ist der Aufwärtstrend intakt. Gleiches gilt umgekehrt für den Abwärtstrend. Die Stops sind logischerweise im Aufwärtstrend an dem vorangegangenen Tiefpunkt und im Abwärtstrend am vorangegangenen Hochpunkt zu setzen.

Größtes Risiko um Geld zu verlieren ist bei dieser Tradingmethode wie immer ein Trendwechsel. Immerhin ist hier der mögliche Verlust durch die stop-Logik leicht ersichtlich. Blöd für diese Methode sind „Fehlausbrüche“, also wenn ein vorangegangenes Hoch oder Tief knapp über- oder unterschritten wird, aber dann kein neues höheres Hoch oder tieferes Tief ausgebildet werden.

4) der Straddle ( oder auch swingtrading )
wie funktioniert es ?
Man tradet gleichgroße Positionen auf steigenden und fallenden Kurs und setzt dann später bei der Position, die sich im Gewinn befindet einen stop und hofft, daß man damit die Trendwende erwischt hat – erst produziert die eine Position Gewinn, dann die andere. Funktioniert in Zeiten mit großer Schwankung, in Zeiten stabiler Trends ist die Ausbeute mit dieser Methode eher minimal.

Risiko: man setzt bei der Position im Gewinn einen stop, dieser greift, danach läuft der Markt aber doch wieder in der ursprünglichen Richtung weiter.

4) Martingale
wie funktioniert es ?
Man tradet auf eine Richtung ( long oder short ) mit einem Betrag x. Wenn der Markt dann aber in die nicht gewünschte Richtung dreht und der Einstiegskurs unterschritten wurde, eröffnet man eine Position in die Gegenrichtung mit 2 mal dem Betrag x. Ändert der Kursverlauf wieder seine Richtung und der Markt läuft durch den Einstandskurs, eröffnet man wieder eine neue Position in die ganz zu Anfang gewählte Richtung, dann aber mit Betrag 4 mal x. Also immer wieder Einsatz verdoppeln. Um dann mittelfristig mit nem etwas größeren Betrag auf der richtigen und dessen Hälfte auf der falschen Seite zu liegen.

Eigentlich ne schöne Sache. Irgendwann muss/sollte/wird sich der Kursverlauf ja mal für eine Trendrichtung entscheiden und den Einstiegswert nicht mehr durchlaufen.
ABER: zum einen wird bei der Verdopplerei nach einigen Schritten recht viel Geld zum weitermachen notwendig, zum anderen ist das große Risiko, daß man gerade zum Zeitpunkt, zu welchem man agieren muss abgelenkt ist/keine Zeit hat und den erneuten Einstieg verpasst – womit die letzte erworbene Position dann ins Minus läuft, im schlimmsten Fall ist DAS dann eine starke Trendrichtung.
Nun zwingt einen ja niemand, immer genau zu verdoppeln. Man kann ja auch bei jedem erneuten Durchqueren des Einstiegsniveaus auch geringere Faktoren zur Erhöhung des erstmalig eingesetzen Betrages wählen ( z.B. nicht mal 2 sondern nur plus 1 .. )

Nun kann man sich natürlich alle möglichen Mischformen zu den oa. Methodiken ausdenken. Oder einen Indikator ( am einfachsten z.B. der Kurs schneidet die 10/20/50/200-Tage Linie ) zur Bestimmung des ideal scheinenden Einstiegszeitpunktes zu Hilfe nehmen. Es gibt mittlerweile so viele Indikatoren, da wird einem schwindlig.
Oder man tradet nach Interpretation von Kerzenmustern oder Chartformationen. Auch dazu findet man im Netz direkt eine Unmenge von Anleitungen.
Indikatoren und Muster haben als Prognose immer einen Standpunkt gemeinsam: man nimmt Erkenntnisse aus der Vergangenheit und erkärt sie zu Regeln. Und wenn eine Regel nicht eintritt, dann wurde entweder die SKS-Formation nicht richtig erkannt oder die Umstände beim vorherigen Auftreten des Musters waren andere ( damals war die Inflation höher, der Dollar zum Euro stand tiefer, das BIP war höher etc. pp. ).

Ganz anders und mit obigen ( außer der Methode 1 ) ticken „Investoren“ oder Value-Trader. Da ist der Einstieg egal, man orientiert sich an Basiswerten wie den Gewinnen, die ein Unternehmen macht. So nach dem Motto: wenn es möglichst dauerhaft Gewinn macht und den Umsatz steigert dann erhöht sich meist die Dividende und mehr Anleger wollen eine Aktie kaufen. Also erhöht sich der Kurs. Und dann gibt es noch die Hedgefonds, die ihrem Ruf nach nicht einfach nur hohe Summen wetten und dann abwarten und hoffen sondern u.U. auch versuchen, die Kurse des Papiers auf welches die Wetten laufen zu beeinflussen.


Modell im Kopf vs Wirklichkeit

Heute vielleicht mal ein allgemein nützlicher Artikel. Über meinen Kampf mit dem Dax und der „Markttechnik“. Markttechnik ist eine Tradingmethode welche davon ausgeht, daß Trends sich „logisch“ darstellen lassen. Hoch, Tief, höheres Hoch, höheres Tief, noch höhreres Hoch, noch höheres Tief etc.

Quelle: smart-markets.de

Das will einem sagen, daß es in Trends Rücksetzer gibt, diese sind sozusagen notwendig, damit sich ein neues weiteres Top ausbilden kann.
Soweit so einfach. Man muss nur den gegenwärtigen Trend erkennen, den stop-loss auf das letzte Zwischenhoch/-tief legen und dann läuft die Tradingposition sozusagen von selbst in die Gewinnzone.
Den Trend zu erkennen ist da schon nicht mehr so einfach, aber schon logisch. Man nehmen den Dax in Stundenkerzen zum jetzigen Zeitpunkt ( 05.03, 19:26 Uhr ):

Quelle: investing.com

Logisch eindeutig ist das ganze ja schon: wenn zu einem Hoch kein höheres Hoch folgt, dann befinden wir uns in einem absteigenden Trend – welcher durch ein niedrigeres weiteres Tief bestätigt wird. Damit man nicht die Frage nach der Trendrichtung stellen muss, wird über die Trendrichtung „erst“ bei „Über-Unterschreiten“ des vorherigen Hochs/Tiefs entschieden.

Quelle: investing.com

Also wenn man das erste Hoch links als möglichen Beginn eines fallenden Trends ansieht, dann ist das darauffolgende neue tiefere Hoch die Bestätigung zum fallenden Trend. Hoch, Tief, niedrigeres Hoch => fallender Trend. Sauber.
Die orange eingezeichnete Linie ist jetzt „irgendein Zeitpunkt“ nach dem zweiten tieferen Hoch. Da kann man aber noch nicht sagen, ob man den Trend richtig gesehen hat. Es könnte schließlich noch nach weiter nach oben gehen ( schwarzer Pfeil ). Also muss man mit dem Trade erst warten, bis der grün eingekreiste Punkt erreicht ist – da wird das vorherige Tief unterschritten. Da setzt man dann „endlich“ auf den fallenden Trend und liegt häufig richtig. Danach kommt ein weiteres Hoch, welches aber tiefer als das vorherige liegt und dann kommt endlich die Stelle, wenn der chart weiter nach unten fällt und für den Trade auf fallenden Trend „endlich“ in die Gewinnzone läuft.
Das ganze beinhaltet eben auch Kursverluste – und nicht wenig, da man den stop-loss auf Höhe eines vorherigen Zwischentiefs/oder -hochs setzt. Auch logisch – wenn das vorherigen Zwischenmaximum gegen den erkannten Trend überschritten wird dann ist der Trend ja „kaputt“.

Es lief hier konkret ja wie im ersten Bild zum Dax-chart weiter.

Quelle: investing.com

Also Trend wurde richtig erkannt ( Punkt 1,2 und 3 ). Bei Punkt 4 wurde auf fallende Kurse getradet. 5 ist der darauffolgende „Rücksetzer“ im Trend, Punkt 6 befindet sich dann in der Gewinnzone zum Trade, 7 ist wieder ein Rücksetzer ( bei dem man sich auch fragen kann, ob jetzt nicht ein steigender Trend einsetzt, weil dieser Punkt ja höher als 5 ist – liegt aber immer noch tiefer als 3, also passt noch mit dem fallenden Trend ). Und Punkt 8 ist dann nochmal die Bestätigung, daß man mit der Markttechnik richtig gelegen hat.

Nachteil ( sofern man das als Nachteil sieht ): die obige Bewegung im DAX lief über einen Monat. Der maximale Gewinn ( also Punkt 8 gegenüber Punkt 2 ) liegt bei ca. 150 Punkten. Und 7 liegt etwa 250 Punkte über 2, das ist das Minus welches erlaubt ist, bevor die Gewinnzone erreicht wird.
Bei Punkt 8 hätte man jetzt ja auch denken können „ok, Trend bestätigt, ich lass das weiter laufen, wenn der Trend weiter so läuft dann kommt ja demnächst noch mehr Gewinn“. Aber wenn man den stop loss von 1 auf 3 und 7 immer nachgezogen hat, dann würde nach Punkt 8 bei den steigenden Kursen der stop gerissen. Trade „kaputt“, Verlust wird verbucht.
Doof. Logisch konsequent, es gibt auch bestimmt bessere = passendere Chartverläufe für die Anwendung der Markttechnik-Methode und auch andere Zeitrahmen ( intraday, auf 15-min Kerzenbezogen, auf 30-min-Kerzen bezogen etc.. )

Was ist denn jetzt der Lerneffekt aus dem bis jetzt geschriebenen ?

Also folgendes: die Markt-technik-methode ist schon richtig cool und auch recht idiotensicher. Das klingt böse, soll es gar nicht. Aber auch hier gilt wie immer: man muss Glück haben, sonst wird man ausgestoppt.
Natürlich hat man im vorher angeführten Beispiel stolze 150 Punkte machen können, Aber auch da ist wichtig: wann mache ich den Sack zu ? Reichen mir 150 Punkte für nen Monat warten ? Man kann ja nie sagen, wie weit eine Bewegung läuft. Und ne „kleine“ positive Rendite ist immer noch besser als ein negatives Ergebnis. Man sollte ja auch schon mit „wenig“ zufrieden sein. Schließlich konkurriert dieses Trading ja mit Geldanlage in Fonds oder ETFs oder Spareinlagen mit Zinsen von 0 bis 10 Prozent im Jahr. Bei 1% im Monat kommt man immer noch auf 12%. Und da sind andere neidisch drauf. ABER Das wären 12 Trades, die geklappt haben. Wenn man die üblichen 50/50 für nen positiven Treffer auf längere Sicht ansetzt dann macht der stop-loss mehr Verlust als ein Gewinntrade. Dann lohnt sich der ganze Aufwand ja gar nicht.

Also was tun ?

Es kann natürlich an der aktuell betrachteten Periode liegen, dass mit Markttechnik keine großen Erfolge zu verzeichnen sind. Oder am betrachteten Wert ( DAX ). Was ich aber in den letzten Tagen über mich selbst gelernt habe: rückblickend ist es für mich einfach, Trends und Kanäle zu erkennen. Wenn ich einen Trend erkannt habe und mich dann endlich mal entschlossen habe diesem zu folgen ist es aber meistens schon recht spät. Nicht ganz zu spät, aber der Trend ist eben schon weit fortgeschritten und es ist nicht mehr viel zu holen bzw. der Trend müsste noch einige Zeit andauern um mir wirtschaftlichen Erfolg zu bescheren.

In der Vergangenheit habe ich dann zwei Dinge versucht: einen „straddle“ ( also gleichzeitig auf steigend und fallend zu setzen ), in der Erwartung den Trendwendepunkt zu erwischen und dann vom Gegentrend zu profitieren. Das ist gelinde gesagt nicht gut gelaufen und hat mir die größten Verluste beschert.
Oder die andere Variante: nur gegen den Trend zu setzen und dranzubleiben und dem Verlust beim grösserwerden zuzugucken – irgendwann wird’s mal wieder drehen und dann auch wieder in meine persönliche Gewinnzone laufen. Damit die nicht verfehlt wird kann ich ja auch nachkaufen. Aber auch das hat zu schmerzhaften Verlusten geführt weil ich einfach nicht der Typ bin 7m 2000 Punkt im DAX in die falsche Richtung mitzugehen und dabei auch noch die Positionsgrösse zu erhöhen. Hätte im November letzten Jahres zb geklappt ( ich war Long, der dax fiel, ich hätte einfach nur abwarten müssen ), aber der Rücksetzer wurde mir dann mit vergrößerter Position einfach zu unheimlich. ( wenn man mit zb 300 Punkten Rücksetzer rechnet, es dann aber 500, 800, 1000 Punkte werden und ein Ende nicht absehbar ist …).

Und was jetzt tun ?

Logisch denken: wenn ich schon den Trend immer zu spät erkenne, dann muss ich eben schon in nem erkannten Trend ruhig bleiben und auf Signale für eine Trendwende setzen. Kleine Rücksetzer mit engem stop traden – dann bin ich früh mit dabei. Oder auf einen außergewöhnlich starken Rücksetzer als Einleitung zur Trendwende warten. Es gibt keine Garantie, dass es sich dabei nicht um einen Fehlausbruch handelt. Aber für mich persönlich scheint das eben die Strategie mit den kleinsten Misserfolgen zu sein. Also sozusagen Markttechnik, nur eben immer schon auf Signale für die Trendwende warten. Was natürlich in Zeiten von konstanten Trends sehr frustran sein kann und Zweifel erzeugt. Aber hat ja keiner gesagt, dass Geld verdienen an der Börse einfach ist. Es KANN einfach sein – es gibt ja nur 2 Optionen, entweder auf steigende oder fallende Kurse setzen. Aber wenn man das nicht zufällig sondern als Resultat von Analysen und Überlegungen machen möchte kann es sehr schwer werden und sich deppresiv entwickeln 😉

Bin ich noch drin ?

Heute isses mt dem Dax mal wieder schwer: er hat mit einem „ordentlichen“ gap up eröffnet:

Quelle: yahoo finance

Das könnte an dem Stimulus-paket liegen, welches am Wochenende in den USA vom Senat gebilligt wurde ( damit ist es noch nicht durch, aber schon mal auf dem Weg ).
Das ist natürlich blöd für meinen Trade vom Freitag: bei 13.817 in den Trend auf fallenden Dax. Eigentlich hatte ich auch ein stop-loss vorgesehen: 156 Punkte höher ( was der durchschnittlichen Tageskerze entspricht ). Also bei 13.973 hätte der stop greifen müssen. Wenn ich nicht schlicht und ergreifend vergessen hätte, ihn abzuspeichern.

So, was mache ich jetzt – die shortposition weiter halten = den stop jetzt mal wirklich setzen oder jetzt noch verkaufen wo bei 13.930 der Verlust etwas geringer ausfallen würde ? Also konsequenterweise sollte der stop jetzt gesetzt werden. Der Trend an sich ist trotz der hohen Eröffnung heute weiter noch fallend:

Quelle: yahoo fianance

Zumindest sagt mir das potenzielle „Reißen“ der stopmarke heute morgen, daß ich diese vielleicht doch zu eng gerechnet habe. Sehe ich vermutlich natürlich genau anders, wenn jetzt gerade eine Trendwende stattfindet. Man hat ja gerne möglichst geringe Verluste.

Mehr läßt sich dazu gerade nicht sagen, oder ?

der ideale stop

der ideale stop-loss schützt mich vor großen Verlusten und läßt die Gewinne laufen.

Für short-positionen eigentlich recht einfach

Quelle: yahoo fiannce

und so sieht das ganze für long-Positionen aus:

Nur: wie läßt sich das jetzt in ne Regel übersetzen ?

Die Steigung, welche jeweils negiert werden muss ist pro long/short-Periode ja individuell, da gibts keine Pauschalwert. Irgendwas so 20 bis 70 Grad, wenn man mal den Winkel betrachtet. Aber das geht bestimmt noch besser.

Hab übrigens heute noch einen Beitrag hier bei wordpress gefunden, welcher den Dax in einem Up-trend sieht: https://invest-signale.de/2021/02/28/marktbericht-gamma-exposure-und-inflation/ Da der wordpress-Kollege 26 mehr follower als ich hat wird er wahrscheinlich recht haben. Wem es zu mühselig ist den Link in den Browser zu kopieren: hier ist seine „Argumentation“:

Quelle: invest-signale.de/

Ja, kann man so sehen. Bin mal auf den morgigen Tagesverlauf gesannt.

Trendfolge Backtest

Nachdem ich mir gestern ein Trendfolgesystem für den Dax überlegt habe ( noch nicht ganz präzise, aber Genauigkeit ist der Feind der Kreativität ) würde ich doch mal gerne wissen, wich ich damit in den letzten Tagen gefahren wäre, wenn ich es denn angewendet hätte. Viel Konjunktiv, aber mit so nem „was wäre passiert wenn“-Test kann ich zumindest mal ne Häufigkeit ermitteln, in denen es funktioniert hätte. Und wenn es zu häufig zu Verlust geführt hätte kann ich mir ja überlegen, wie ich die Regel zum Folgen anpasse, damit das weniger häufig passiert.

Also was hab ich mir überhaupt nochmal überlegt: ich hab nen Trenderkenn-kanal um die Dax-Tageskerzen gebaut ( in der Chartanalyse von yahoo ). Moving-Average Envelope, Periode 3, Verschiebungsfaktor 156 Punkte.

Das sieht dann bis zum Donnerstag ( 25.02 ) so aus:

Quelle: yahoo finance

Also wie man an den violetten Linien gut sehen kann befindet sich der Dax jetzt grade in einem Abwärtskanal. Am 25.02 wurde der Kanalrand fast berührt. Rote Kerze bedeutet ja, daß am 25.02 der Tag mit einem Kurs von 14.045 eröffnet wurde. Es ging noch einen Ticken nach oben, aber eigentlich den Tag über runter.

Quelle: yahoo fianace

Der Kerzenkörper hatte am 25.02 auch die Mittellinie des Trendkanals überstrichen, ging also über die Mittellinie. Damit würde ich mal behaupten, an diesem Tag hat sich der fallende Trend bestätigt. Aber selbst wenn die Kerze am oberen Trendkanal zum Tagesschluss geendet hätte: EINE Schwalbe macht noch keinen Sommer, ein Ausreißer sei doch erlaubt – siehe auch die Kerze vom 16.02. Wobei dies auch die erste Kerze einer Trendwende sein könnte. => anhand einer Tageskerze ist schwer auszumachen, ob eine Trendwende vorliegt. Und im Zweifel für den Trend. Eine Trendwende kommt ja nur alle paar Tage vor, also eine Trendwende ist „selten“. Daher bleibt der Dax im Zweifel erst mal im Trend ( außer es werden vielleicht signifikant wichtige Marken wie 14.132 nach oben überschritten – die 14.132 wurden übrigens in dem Kommentar von ner Chartanalyse erwähnt .. ).

Jetzt wirds dann auch schon knifflig: am 26.02 beginnt der Tag bei …. Dax-kurs 13.685.

Quelle: yahoo finance

Also direkt mal außerhalb des Trendkanals. Heißt das jetzt irgendwas ? Nicht unbedingt. Aber damit hat der Dax ein sog. „gap“ aufgemacht:

Quelle: yahoo finance

Gaps wollen eigentlich geschlossen werden. Also wenn der Dax am 25.02 bei ca. 13.880 aus dem Handel ging und am 26.02 bei 13.685 eröffnet, dann wird er sich sehr wahrscheinlich erst mal nach oben bewegen. Was er am 26.02 ( gestern ) dann ja auch lehrbuchmäßig gemacht. hat. Mein Trendfolgesystem hat also zum Start des 26.02 sein erstes junges Dilemma: eigentlich sind wir ja in fallendem Trend. Aber sooo weit unten starten… da ist ja eher mal ne Kurssteigung angesagt. MÜSSEN muss da übrigens gar nix. Es mag auch Tage geben, da gings mit so ner Indikation vom Tagesstart an weiter runter. Nehmen wir mal den Beginn des Abfalls wg. Covid im März letzten Jahres:

Quelle: yahoo finance

Beispiel 24.03.2020 – da gings weit unter Kanalrand vom letzten Handelstag ( 21.03 ) runter, aber nix mit gap close. Wobei DAS dann auch ne Sondersituation war ( nenn ich jetzt mal „schwarzer Schwan“ ). Da sind dann „normale“ Regeln außer Kraft. Da fließt dann Wasser auch mal den Berg hoch.

Konsequenterweise fehlt bei einem Trendfolgesystem jetzt noch eine Logik, nach der sich der Übergang in den Gegentrend ermitteln läßt. Als Überlegungsstütze nehme ich mal den Zeitraum Anfang Februar. Dort befand sich der Dax wie jetzt in einem Abwärtstrend, welcher schon über ein paar Tage lief:

Quelle: yahoo finance

Die Tageskerze vom 29.01 befindet sich am unteren Rand des Trendkanals. Es könnte also weiter runter gehen, bei der aktuell durchschnittlichen Länge einer Kerze von 156 Punkten könnte es im Fall eines tieferen Falls bis so 13.250 runtergehen. Natürlich gehts je nach aktueller Nachrichtenlage oder Tradingalgorithmen auch noch tiefer.

Quelle: yahoo finance

Ist die Tageskerze vom 01.02 denn ein Rücksetzer im Abwärtsrend oder die erste Kerze einer
Trendumkehr ?
Ein Abwärtsrend hätte sich doch wie bei der violetten Linie fortgesetzt:

Quelle: yahoo finance

Also hier wäre bei ca. 13.640 der Wendepunkt. Ob sich das jetzt 1:1 in Punkten oder dem Steigungswinkel auf andere Situationen von Wendepunkten übertragen läßt ist jetzt natürlich noch zu untersuchen. Fakt ist ja, daß erst der folgende Tag, der 02.02 eine gewisse Gewissheit bringt – dessen Tageskerze steigt dermaßen hoch, allein schon der Eröffnungskurs ist recht hoch. Danach hätte es immer noch nach unten gehen können und am 02.02 den fallenden Trend „retten“. Tat der Kursverlauf aber nicht.

Intraday zeigte sich am 02.02 ein steigender Trend:

Quelle: yahoo fiannce

Solange dieser nicht nach unten gebrochen wurde geht es weiter nach oben. Übersetze ich das auf den aktuellen Kursverlauf könnte

Quelle: yahoo finance
Quelle: yahoo finance

Der Abwärtstrend wäre mit der eingezeichneten grünen Kerze immer noch intakt, wenn denn der Folgetag wieder ein Zeichen nach unten setzen würde.

Also läßt sich anschließend sagen, daß ein Ende des fallenden Trends zum einen durch eine steigende Tageskerze für den 01.03 mit Ende am oberen Trendkanalrand angezeigt würde. Dieser Aufwärtstrend müsste aber noch am Folgetag bestätigt werden ( durch eine weitere Kerze mit unterer Begrenzung welche höher liegt als die des Vortages ).

wir bauen uns ein Trendfolgesystem

Nachdem ich diese Woche den schlauen Rat bekommen habe, mich doch an Trendfolgesystemen ( Schlagwort „Turtle-trading“ ) zu orientieren guck ich mir das doch mal an.

Offizielles dazu findet man bei wikipedia. Oder hier: https://www.turtletrader.com/. Oder hier: https://traderfox.de/software/anleitung/boersenliteratur/michael-covel-turtle-trading/
Auf Traderfox findet sich sogar sozusagen eine Anleitung für software welche dort angeboten wird, um automatisch Signale zu traden. Das soll jetzt keine Werbung sein, mach ich nicht. Wem sowas zwischen 30 und 100 Euro im Monat wert ist, der kann das als Investition in möglichen Erfolg und Zeitersparnis sehen. Ich bin da eher zurückhaltend gestrickt und würde erst mal gerne Erfolge sehen, BEVOR ich Geld für software oder Tradingsysteme ausgebe. Natürlich gibts den Spruch „nicht kleckern, klotzen“, aber es geht hier um MEIN Geld, da bin ich eben etwas zurückhaltend. Was jetzt viel Arbeit bedeutet wenn ich es richtig machen möchte. Aber noch bin ich in nem Alter, wo ich selber ne Chartanalyse machen kann. Veilleicht orientiere ich mich ja an den Anleitungen auf Traderfox, da ich bisher persönlich aber keinen wirklich erfolgreichen Trader kenne steht das erst mal auf dem Prüfstand ( bekomme ja Mails von allen möglichen Leuten die mir mit Sytemen oder Tipps „helfen“ wollen, aber i.d.R. immer nur, um über das Hilfsangebot IHR Produkt an den Mann oder die Frau oder das dazwischen zu bringen .. )

Vielleicht orientiere ich mich auch mal an dem, was ich selber vor einigen Tagen mal geschrieben habe:

Quelle: yahoo fiance

Optisch ja gut zu erkennen: der Dax befindet sich seit einigen Tagen in einem fallenden Trend. Na dann: follow the money! Heißt konkret: dann trade ich jetzt auf fallenden Dax. Mit stopp-loss entweder bei 14.038 Punkten ( das ist dann vom aktuellen Stand 13.810 aber ne Ecke weg – bei Hebel 20 sind 140 Punkte 1% in echt und 20% gehebelt ). Oder ich nehme einfach die 12,5 %, die ich mir in den letzten Tage als maximal akzeptierten Verlust bei einem Trade zumuten möchte. Was dann aktuell in Punkten bei Hebel 20 wieviel Punkte sind ? Öhmmm, mal kurz nachgerechnet ( es lebe der Dreisatz ): 1% echt = 20% gehebelt, 12,5 % gehebelt sind dann 0,625% in echt, was aktuell bei Dax 13.800 etwa 86 Punkte ausmacht. Klingt fast fair…. Wenn ich den Hebel halbiere ( also auf 10%, geht ja auch ) dann verdoppelt sich für die 12,5% auch die Anzahl der Punkte, also 86 x 2 = 172 Punkte. Dann bin ich von ca. 13.800 aus gesehen bei 13.975. Naja, heute in nem Analysenbeitrag gelesen, daß ab Überschreiten von 14.132 erst wieder ein Longtrend besteht. Aber ich bin jetzt mal stur und beharre auf den 12,5%.

So gaaanz gefällt mir das aber noch nicht. Der Einstiegspunkt auf „short“ fühlt sich irgendwie nicht gut an. Aktuell hab ich eher das Gefühl, es geht kurzfristig noch weiter hoch:

Quelle: yahoo finance

Also sollte ich doch eher noch etwas abwarten. Geht schon wieder runter. Würde jetzt gerade heißen, mehr als 20 Punkte runter deutet aktuell auf short hin. ( weil am Beginn des gerade laufenden Anstiegs der erste Rücksetzer zum Anstieg auch etwa 20 Punkte waren ). Kann auch sein daß ich mich grade zu Tode optimiere mit meinen Überlegungen, der Dax für den Rest des Tages wenig Bewegung zeigt und dann heute abend bei etwa 13.780 ins Wochenende fährt. Oder soll ich besser gar nix machen, mal abwarten was passiert um dann hinterher ohne daß ich Geld verloren habe sagen zu können „wäre richtig gewesen bzw. Gott sei Dank hab ich es nicht gemacht ?“ Am besten wäre ich ja heute morgen direkt auf steigende Kurse eingestiegen, noch unter 13.700 Punkten. Aber leider hab ich nicht den Tag frei um die ganze Zeit den Kursen hinterherzugucken. Wäre ausserdem auch recht ungesund für die Psyche, zu viel gucken macht nur nervös, je weniger man guckt desto weniger beschäftigt sich der Kopf mit dem Thema – und so ein Tag im Leben hat ja weiß Gott noch sehr viele andere Themen als „wo steht der Dax“!

So, während ich hier schreibe ist der Dax auf 13.805 Punkte runter. ( bei Yahoo ). Na toll, bei „guidants“ steht er auf 13.832. Ja watt denn nu ?

Ich mach erst mal nix, setze mein „buy-in“ für short bei 13.812 und mach erst mal was anderes. Vielleicht greift das buy-in, vielleicht kann ich es später auch höher ansetzen. Vielleicht hab ich auch Pech, das buy-in greift und danach steigt der Dax auf 14.000 Punkte. Wäre doof, aber das ist eben das Risiko bei dem ganzen.

Quelle: onvista.de

Ach übrigens: das hier direkt oben drüber ist die „Dax-Indikation“, das auf yahoo eben was der Dax. Wahrscheinlich bin ich wieder auf die 15-min Zeitverzögerung reingefallen. Jetzt sind wir auf onvista schon bei 13.838. Also noch etwas warten bzw. bei 13.818 die Marke fürs „einstoppen“ auf fallende Kurse setzen. Ob das ein guter Abstand ist ? Naja, knapp 20 Punkte unter Höchststand und etwa 20 Punkte war der erste Rücksetzer im aktuell kurz steigenden Trend. Also warum nicht….

So, hab die Order jetzt aufgegeben. 13.818 short, Hebel 10. Mal sehen was passiert. In China fällt ein Sack Reis um. Aber vielleicht hat ja jemand ne bessere Idee ? Man kann diese Beiträge hier bei wordpress auch kommentieren, nur mal so .. 😉 …..

Vorhersage falsch

Das ist der Kursverlauf der Aktie der deutsche Bank gestern. Die Ellipse wäre meine „Prognosefigur“ für den weiteren Kursverlauf gewesen.

Und wie kam es tatsächlich:

Quelle: onvista.de

Tja, da fehlt mir jetzt ein wenig die Fantasie, welcher geometrischen Form der Chart heute entspricht / an welche er sich anlehnt. „Sich aufbäumendes Pferd“ würde mir dazu einfallen. Und morgen ist dann warhscheinlich der Tag des schlafenden Pferdes. Irgendwo muss der Kurs sich ja jetzt konsolidieren. Wir sind hier ja bei nem DAX-Wert und nicht bei gamestop.

Muster erkennen

Quelle: vaultofculture.com

Das Bild hier stammt aus dem Film „a beautiful mind“. Ein echt guter Film. Ist schon ne Weile her, aber es ging meine ich darum, daß Russel Crowe als John Forbes Nash immer versuchte, geheime Muster oder Codes zu entschlüsseln.

Eigentlich das gleiche macht man mit der Chartanalyse.

Quelle: yahoo finance

Welche Muster lassen sich in dem Dax-Chart erkennen ? Wiederholen sich frühere Muster und lassen so Prognosen in die nahe Zukunft zu ?
Also von gestern nachmittag bis heute mittag hatten wir einen linearen Anstieg, gefolgt von einem Doppel-top. Was danach kam würde ich mal als Beistellplatteau bezeichnen, von dem aus es jetzt wieder aufwärts geht. Also so:

Quelle: yahoo finance

So im Nachinein ist das alles total eindeutig. Genau wie eine Problemlösung – aus der Vergangenheit in die Zukunft betrachtet gibt es eine unendliche Zahl von Möglichkeiten, wie der Tageschart verlaufen kann. Von jetzt rückwärts betrachtet gibt es nur noch eine Version davon. Die „Kunst“ der Chartanalyse besteht jetzt darin, möglichst früh eine Form/Formation zu erkennen. Und damit dann natürlich Geld übers Traden zu verdienen…

Es gab schon viele Leute, die sich darüber Gedanken gemacht haben – wie kann man den Kursverlauf beschreiben und antizipieren. Das geht von Indkatoren, was z.B. hier beschrieben ist über die Interpretation von „Kerzen“ ( wie z.B. hier ) bis zu Theorien wie der Elliot-Wellen-Analyse ( findet man z.B. hier, also sogar bis Wikipedia hat es diese Theorie geschafft ). Oder direkt Chartmuster ( wie z.B. hier ).

Das Problem von allen Methoden ist das Erkennen von Mustern oder Entwicklungen AM ANFANG. Hinterher kann man schön sagen, „das war ganz klar eine SKS-Formation“. Aber je früher man eine Chartformation antizipieren will, desto schwerer ist das. Nehmen wir den aktuellen Stand des charts der deutschen Bank:

Quelle: yahoo finance

Also wie gehts denn von heute abend an weiter ?

Oder man orientiert sich an der „Methode“ der Markttechnik und steigt bei Überscheiten von bisherigen Hochs/Tiefs ein:

Quelle: yahoo finance

Nach einem Zwischentief ( untere rote Linie ) kommt ne Gegenbewegung, welche aber nicht das vorangegangene Hoch übersteigt, danach ein Tief welches tiefer als das vorherige ist, danach wieder ein Zwischenhoch welches tiefer als das vorhergehende liegt, danach …. to be contiuned …
Ein sehr logisches und effektives Konzept. Wenn nach einem Tief kein neues Tief kommt, dann steigt der Kurs. Und wenn nach einem Hoch kein neues Hoch kommt dann fällt der Kurs. Einstieg jeweils am Zwischentief/Zwischenhoch. Und stopp-loss ist das vorangegangene Hoch/Tief, wenn dieses nämlich unter oder überschritten wird dann ist der vorherrschende Trend gebrochen und man sollte aussteigen.
Soweit echt faszinierend plausibel. Gerüstet mit diesem wirklich effektiven Wissen trifft man dann aber auch auf solche Formationen:

Quelle: onvista.de

Da hat der Chartverlauf beim Steigen und Fallen doch irgendwie die Zwischenhochs und Tiefs vergessen… Eigentlich sind welche da, aber bei DEN Ausschlägen noch stur einer Methodik zu folgen ist denke ich schwer. Also mit Markttechnik kommt man eben nicht IMMER weiter .. Aber es ist eine logisch plausible Methode mit eingebautem stopp-loss. Das ist schon mal viel wert.

Noch ein Problem bei der Markttechnik: in welchem Trend bin ich gerade ?

Quelle: yahoo finance

Also ICH finde das verwirrend, du auch ? Wenn der Trend ständig wechselt ist das mit der Markttechnik auch nicht mehr wirklich so einfach und logisch nicht ständig mit Verlust ausgestoppt zu werden…

Ja und wie gehts jetzt mit der deutschen Bank weiter ? Ich bin jetzt mal mutig und erkenne einen ovalen weiteren Verlauf:

Quelle: onvista

Nachdem es heute bei stagnierendem Dax für die DBK mal eben 3% nach oben ging könnte ich mir schon vorstellen, daß es nochmal bis zu den 10 Euro zurück runtergeht. Ist aber auch nur meine Meinung, jeder hat seine eigene..

Einen hab ich heute noch: MTU Aero Engines AG sind heute über 5% angestiegen. Für ein Dax-unternehmen für einen Tag sehr sportlich. Und, gehts noch weiter hoch ?

Quelle: yahoo finance

DAS ist mal ne exponentielle Kurve. Hatten wir vor ner Woche bei der deutschen Bank auch. Und was ist da dann passiert ?

Quelle: yahoo fiannce

So, das wars erst mal für heute …

Daytrading

Heute hab ich nicht viel Zeit. Aber das ist den Lesern meines Blogs eh lieber. Kurz, knapp, management-summary.

Der Tag heute war volatil. Eigentlich mag ich ja das Linienzeichnen in charts nicht besonders – warum soll sich ein Kurs oder Index an irgendwelche Linien halten ?

Aber heute konnte man im Dax 2 Situationen sehen:

  1. Die Klippe
Quelle: yahoo finance

Irgendwie war es so offensichtlich: nachdem der Dax wieder an die 14.000 rangekrabbelt ist machte es *padauz* und es ging ab nach unten. Kein Fehlausbruch sondern ein Absturz. Bis ca 13.650. Wow.

2. Looping mit Absprung

Dann kam die Erholung = Gegenreaktion. Wer bei 13.750 schon dran geglaubt hat: zu früh… Die Gegenreaktion war gefühlt auch recht kräftig. Um dann wieder etwas abzusacken.

Quelle: yahoo finance

War klar. Aber auch klar, daß kein 2.ter Absturz ( tiefer als der erste ) kommt. Warum ? Weil der erste schon recht weit runter ging. Also nur noch ein angetäuschter Absturz. Um dann anschließend wieder hochzulaufen.

War heute irgendwie klar, „es lag in der Luft“.

Vermute, es geht morgen oder übermorgen „unerwarteterweise“ weiter runter. Weil sich ein Abwärtskanal gebildet hat:

Quelle: yahoo finance

Aber gerade gestern oder vorgestern hab ich noch nen Blog-beitrag gelesen, welcher den Dax gerade in nem aufsteigenden Kanal verortet. Naja, so hat eben jeder seine Sicht auf die selbe Sache. Es gibt eben immer mehrere Möglichkeiten, das gesehene zu interpretieren. Das hier ist meine. Nur in meinem Kopf. Das ist nie eine Handlungsempfehlung. Wie immer und bei allen …

Guckt lieber mal, was Öl gerade so treibt:

Quelle: yahoo finance

Meine Prognose: diese Woche wird Tanken wieder ein wenig teurer.

Wendepunkte, Decken und Stützen

Zunächst einmal: es kommt immer anders, als ich denke. An der Börse. Eigentlich dachte ich, daß der Kurs der deutschen Bank erst mal länger nach unten läuft bevor er wieder steigt. Warum und wann dachte ich das ?

Quelle: yahoo finance

Naja, nachdem es am 17.02 so steil bergauf ging war ja mit einer Gegenbewegung irgendwie zu rechnen. Und nachdem diese nicht nur am 18.02 sondern auch noch nen Tag später lief dachte ich „ok, wie schon einige Male in der Vergangenheit – erst stark hochlaufen und dann eben längere Zeit Kellertreppe abwärts.
Und dann plötzlich doch wieder hoch. Und heute sogar an der Dax-spitze. Alles andere heute morgen auf rot, nur die deutsche Bank leicht grün. Um dann heute im Lauf des Tages auf über 9,80 Euro zu krabbeln. Respekt. Da könnte man ja glatt meinen, das letzte Hoch soll überschritten werden so daß doch endlich ein steigender Trend erkennbar wird. Also so:

Quelle: yahoo finance

Na da wäre ja mal etwas Platz nach oben. Wenn nicht gerade die Weltindices nach etlichen All-time-high-tagen mal ne kleine Pause einlegen. Natürlich wäre 10,50 schön ( ich gebe zu, ich habe einige von denen im Depot liegen ). Als ausgleichende Gerechtigkeit bin ich aber auch bei 9,69 short – es würde mich seeeehr wundern, wenn dieser DBK-short-CFD nicht auch nochmal in die Gewinnzone läuft. Eigentlich laufen ja alle CFDs in den Gewinn, man muss nur lange genug warten und die nötige Kohle zum ausharren u evtl. Nachkaufen in der Hinterhand haben. Irgendwann kommt der nächste schwarze Schwan und irgendwann kommt das nächste All-time-high. So rein statistisch. Mein persönliches schwarzes Schwanenkücken kommt bestimmt morgen weil ich heute keine neue short-Position auf die DB aufgemacht habe. Ist ja immer so. Börse : ich -> 1000:10. Ohne Tie-break.

Mangels eigener Einfälle guck ich mal so, was andere so rumprognostizieren. Oder empfehlen. Wobei ich bei Empfehlungen ja immer den Verdacht habe, man sollte dann ne short-Position auf die empfohlene Aktie aufmachen. „Kauft Wasserstoffaktien“. So las man bis vor einigen Tagen. Was da nicht stand: short-Positionen. Also vollständig hätte der Satz lauten müssen: „Kauft short-Positionen auf Wasserstoffaktien“.
( z.B. Empfehlungen von ‚the motley fool‘ – die haben bis vor kurzem noch Ballard Power und Nel Asa empfohlen – wohl nur, damit endlich jemand nen Anschlußkauf macht. Und plötzlich stottert der Motor, es geht nicht mehr hoch und wer jetzt gerade investiert hat, hat entweder Pech oder Geduld ).

Quelle: yahoo finance

Hier mal Wasserstoff – ballard power. Mal eben auf 40 und dann wieder runter und zurück auf 30. Mal gucken, wie es da weitergeht. Und die Kaufempfehlungen kamen im Januar. Noch Fragen, Kienzle ?

Ok, ok. Nicht nur schimpfen. Lernen. Was lerne ich denn heute ?

Quelle: tradesignalonline.com

Also wenns nach dem Bild hier geht, dann muss der Dax jetzt aber dalli dalli wieder nach unten. Oder hier vom 18.02:

Quelle: tradesignalonline.com

Öl ist oben. Und, was macht das Öl jetzt so ?

Quelle: tradesignalonline.com

Steigt weiter. Irgendne‘ Fibonacci-linie ? Egal..

Ah, grade eben reingekommen:

Quelle: tradesignalonline.com

So, jetzt bin ich zu müde und höre auf…